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"Ich hab's geschafft!",
ruft Summerboy stolz. "Unser Kommunikationssystem funktioniert
wieder."
"Gut gemacht.", lobt Buddy.
Bevor er noch etwas hinzufügen kann, leuchten einige
Lämpchen an der besagten Station auf. "Wir kriegen
eine Nachricht rein.", meldet der Computertechniker und
betätigt einige Tasten. "So jetzt müsste der
Kanal offen sein.", bemerkt er nach einigen Sekunden.
"Der Planet Express ruft Basisstation Anchorado. Hier
spricht Fry. Hören Sie mich?" Summerboy drückt
einen Knopf und nickt Buddy zu.
"Hier ist Basisstation Anchorado. Wir hören dich
laut und deutlich, Fry. Alles klar bei euch?"
"Aber sicher, Buddy. Wir kommen gut zurecht." Die
Zyklopin schielt in Richtung Schlafkojen und verkneift sich
ein Grinsen.
"Basisstation Anchorado bittet um ungefähre Ankunftszeit.",
fährt nun Summerboy fort. Fry blickt auf die Instrumente
im Cockpit. "Voraussichtliche Ankunft in zwei Stunden.",
antwortet er.
"Verstanden. Bis dann, Cap. Wir freuen uns schon.",
gibt Buddy zurück und beendet die Verbindung.
Fry bleibt einen Moment unentschlossen vor den Armaturen stehen,
ehe er beschließt den Rest des Teams aus dem Nest zu
werfen. Leise geht er zu Leela`s Bett. Nachdem er sie eine
ganze Weile angesehen hat, beugt er sich über sie.
"Dornröschen, dein Pippajunge ist gekommen dich
wach zu küssen.", flüstert er ihr ins Ohr.
Sie öffnet die Augen und lächelt ihn an. "Guten
Morgen, Fry."
"Zeit zum Aufstehen.", grinst er und zieht ihr die
Bettdecke weg.
"Heeeey! Lass das!"
"Noch ein bisschen lauter und ich brauch die Anderen
nicht mehr zu wecken. Du hast noch zwei Stunden, um dich frisch
zu machen."
Seufzend widersteht Leela der Versuchung sich nochmal ins
warme Bett zu verkriechen.
"Okay. Ich gebe nach." Sie erhebt demonstrativ die
Arme und verschwindet im Badezimmer.
Fry ruft nun laut durch das Flugzeug: "Guten Morgen!
Zeit zum Aufstehen!"
"Hast du nicht mehr alle Tassen im Schrank?!", gibt
Bender zurück und wickelt sich wieder in die Decke.
"Ich glaube, ich sollte bei ihm ein paar Schrauben nachziehen.",
murmelt Bender nur.
Fry blickt böse in seine Richtung, doch als es aus dem
Bad tönt: "Hör' nicht auf sie, Babe. Sie haben
doch keine Ahnung.", zuckt er nur die Schultern.
Amy und Zoidberg überhören das ganze Geschrei einfach
und genießen noch einige Minuten die warmen Betten.
Doch Fry lässt nicht locker. "Los jetzt aufstehen!",
fordert er sie nochmals auf und klaut den Beiden ebenfalls
ihre Decken. Schließlich geben sie nach.
Nun hilft Amy Fry dabei, Bender aus dem Bett zu kriegen. Nur
mit einer vollen Flasche Wotka gelingt es den Beiden, ihn
aus dem Bett zu schaffen.
"Wieso hat man Urlaub, wenn man nicht ausschlafen kann?"
Leela lacht nur, als sie das hört und geht in ihre Schlafkabine.
Eine halbe Stunde später sind endlich alle im Cockpit
versammelt.
"Also Leute. Glaubt ja nicht, dass dies ein Faulenzer-
Urlaub wird. Diese Etappen- Reise wird kein Zuckerschlecken
sein. Wenn euch unterwegs also irgendwas missfällt, beschwert
euch bei Bender und Leela.", ermahnt der Fry.
Die Crew ist wenig eingeschüchtert.
Auch die Eisschollen, die unter ihnen vorbeiziehen, hinterlassen
keinen besorgniserregenden Eindruck.
Viel eher Bewunderung und Ehrfurcht gegenüber der Vielfalt
der Natur trotz der ungünstigen
Lebensverhältnisse. Die letzte Flugstunde verbringen
alle an den Fenstern, um sich mit
dem schneeweißen Panorama der Landschaften vertraut
zu machen.
Es wird schon dunkel, als der Planet Express über dem
kleinen Flughafen kreist.
Als Leela die Bestätigung zur Landeerlaubnis erhält,
setzt das Raumschiff sanft wie ein Hubschrauber auf der Erde
auf.
Die Crew wird von drei Personen erwartet, die im hellen Eingangsbereich
des riesigen komplexen Forschungszentrum stehen.
"Hallo Leute! Schön das ihr da seid.", begrüßt
sie einer der Drei. "Ich bin Buddy.", stellt er
sich vor. Er deutet auf die Frau an seiner Seite. "Das
ist Mandy und er hier ist Kevin Moore."
"Aber wir alle nennen ihn Summerboy.", fügt
Mandy lächelnd hinzu.
Fry schüttelt Buddy die Hand und stellt seine Crew vor.
Als sich die beiden Gruppen einige Sekunden gemustert haben,
schlägt Buddy vor:
"Kommt, ich zeige euch eure Quartiere. Heute könnt
ihr nämlich nicht mehr mit eurer Tour starten."
Buddy führt sie durch die Gänge während Mandy
und Kevin durch eine andere Tür verschwinden.
Bender pfeift anerkennend durch die Roboterzähne, als
sie die vielen Schalttafeln und Kameras in den Fluren begutachtet.
Buddy lächelt nur: "So wir sind da. Ihr habt hier
einen riesigen Bereich nur für euch."
"Das wäre wirklich nicht nötig gewesen.",
wehrt Leela ab.
"Stimmt. So ein Aufwand wegen einer Nacht.", bestätigt
Fry.
Die anderen sehen sich neugierig um und unterhalten sich fröhlich.
Hermes macht sich auf einem Sofa breit und döst vor sich
hin.
Zoidberg macht mit Leela und Bender eine Erkundungstour.
"Mein Gott, hier gibt's wohl keinen Ort ohne Computer.",
knurrt Leela nach einer Weile und schüttelt mit dem Kopf.
Zoidberg lächelt nur und sieht Bender zu, der vor lauter
Übermut einen Handstand im Korridor macht.
"Gehen wir zurück.", meint Leela kurze Zeit
später und so wandert sie mit Zoidberg und
Bender durch die endlosen Korridore zurück zu den Anderen.
Hermes ist mittlerweile
auf dem Sofa eingeschlafen. Amy hat sich ebenfalls in einen
Sessel geworfen, während Fry sich mit Buddy über
Einzelheiten der Strecke unterhält.
Gerade sagt der Fry: "Ich lasse den Planet Express hier,
bis wir zurück sind. Ich hoffe, sie nimmt dir nicht zu
viel Platz weg."
"Quatsch!", wehrt Buddy ab. "Ist schon okay.
Ich werd ein Auge auf sie haben.", verspricht er. Fry
steht auf. "Danke für alles, aber ich fürchte,
ich muss jetzt schlafen gehen.
Wir sehen uns morgen um sieben. Gute Nacht."
"Gute Nacht.", erwidert Buddy und verabschiedet
sich.
Bevor er die Tür erreicht hat, öffnet sie sich und
Leela und die anderen Beiden treten ein. "Hallo Buddy.
Wolltest du schon gehen?", fragt die Zyklopin überrascht.
Der nickt. "Ja, euer Boss hat sich auch schon zurückgezogen.
Ich muss auch ins Bett. Gute Nacht. Bis morgen um sieben."
"Bis morgen."
Und die Tür schließt sich mit einem Zischen hinter
ihm.
Bender gesellt sich zu Amy und die Beiden fangen leise an,
Karten zu spielen.
Zoidberg zieht sich ebenfalls auf sein Zimmer zurück.
Leela dagegen schlüpft auf Zehenspitzen durch Fry`s Zimmertür.
Durch die zischende Tür aufgeweckt, fährt er hoch.
Er reibt sich die Augen und schüttelt verwirrt den Kopf.
"Was machst du denn hier?"
Leela bleibt nahe der Tür stehen. "Tut mir leid.
War wohl die falsche Tür.", grinst sie
und dreht ihr Gesicht in den Schatten. Fry knipst das Licht
an und mustert sie.
"Ich kann nicht glauben, dass du jetzt schon schlafen
kannst.", meint sie.
Er zuckt die Schultern. "Ich kann immer schlafen, wenn
ich Urlaub hab'. Brauchst du etwas?", fragt er lächelnd.
Kopfschüttelnd dreht sie sich zur Tür um.
"Hey! Warte!"
Leela hält inne.
"Wo willst du jetzt hin?"
Sie zuckt die Schultern und schweigt.
Seufzend wirft Fry die Bettdecke beiseite und steht auf.
Sie dreht sich zu ihm um und er fängt sie auf, als sie
sich in seine Arme fallen lässt.
"Na, na, nicht so stürmisch.", mahnt er lächelnd
und hebt sie hoch, um sie zurück ins
Bett zu tragen.
"Hey, was machst du da? Lass mich runter!", fordert
sie energisch.
Doch Fry lässt sich nicht beirren. "Hoffentlich
sind die Wände schalldicht.", murmelt er, als er
Leela, die sich noch immer heftig wehrt, in sein Bett legt,
zu deckt und ebenfalls wieder unter die Decke kriecht.
"Ich werd dir jetzt zeigen wie man um diese Zeit schon
schlafen kann."
Endlich gibt sie nach und kuschelt sich an ihn.
Fry schüttelt nur mit dem Kopf und knipst das Licht wieder
aus.
"Frauen...." Natürlich spricht er es nicht
aus.
Am nächsten Morgen
wird die Crew von Buddy aus dem Tiefschlaf geweckt.
Er macht einen Heidenlärm beim Durchschreiten der Korridore
und brüllt ununterbrochen:
"AUFSTEHEN! Es ist Zeit zum Frühstück!"
Mandy unterstützt ihn dabei, aber eher mit lautem Kichern,
als mit den Aufforderungen zum Aufstehen, welche ihr Freund
benutzt.
Bender stolpert verschlafen mit halbgeschlossenen Augen auf
den Flur hinaus.
"Habt ihr sie nicht mehr alle?! Ich bin im Urlaub!",
knurrt er wütend.
Buddy klopft ihm auf die Schulter. "Herzlichen Glückwunsch,
mein Junge. Du bist der Erste.
Jetzt müssen wir nur noch die anderen aus dem Bett kriegen."
Als Bender wieder kehrt machen und in sein Bett zurückkehren
will, packt Buddy ihn am linken Arm. "Du wolltest diesen
Urlaub doch machen, hab ich Recht? Dann halt dich auch an
den vorgesehen Plan."
Und so schlurft der Roboter missmutig in die Küche.
Doch nicht nur er hat sich aus dem Schlaf reißen lassen,
in Fry`s Zimmer zieht sich Leela verzweifelt die Bettdecke
über die Ohren, um sich dem Lärm, der vom Korridor
herüber tönt, zu entziehen.
Allerdings zieht sie auf diese Art aus Versehen Fry die Decke
weg und er schreckt verstört hoch. "Was ist denn
jetzt schon wieder?"
Leela blickt böse in Richtung Flur. "Ich war's nicht."
Fry seufzt und macht Anstalten aufzustehen.
"Hey, was machst du?", fragt sie und drückt
ihn zurück aufs Bett.
"Was wohl? Waschen und Anziehen.", gibt er knapp
zurück und startet den nächsten Versuch sich aufzusetzen.
Wieder hält sie ihn zurück.
Ein Lächeln huscht über seine Züge und verwandelt
sich in ein Grinsen.
Er nimmt alle Kraft zusammen und versucht sich aufzusetzen.
Mit Schwung landet er wieder auf der Matratze.
Doch er gibt nicht auf und dreht das Spiel um.
Nun versucht Leela verbissen ihre Handgelenke aus seinem Griff
zu befreien.
Der Schwung ihrer Kabbelleien ist schließlich verantwortlich
dafür, dass beide aus dem Bett fallen und aufeinander
landen.
Tränen lachend kriecht Leela von ihm herunter und kichert:
"Du hast mich überredet.
Ich glaube, wir stehen lieber auf."
Erschöpft richtet Fry sich auf und streicht sich eine
Strähne aus dem Gesicht.
Leela springt auf. "Ich geh' als erstes ins Bad.",
meint sie schnell und er unterdrückt
ein Kichern, als sich der Schlüssel im Schloß umdreht.
Weiter zum 5. Kapitel
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