|
Währenddessen am
anderen Ende der Welt, wo ein schrecklicher Schneesturm herrscht...
"Beeilen Sie sich! Kriegst du die Tür auf?"
"Ich denke schon."
Mandy ein Menschenmädchen dreht sich erneut nach Summerboy
um, wie sie ihn hier alle nennen wegen seiner kalifornischen
Herkunft (die sich nun wirklich niemand in dieser Eiswüste
vorstellen kann), während ihr Freund Buddy versucht die
elektrische Tür mit Muskeln zu bezwingen.
Er ist ein großer, kräftig gebauter, junger Mann
und wirkt gegen Mandy normalerweise wie ein Riese. Doch ihr
dickgefütterter Parka lässt die 24jährige um
einiges gefüllter aussehen als sie wirklich ist. "Nun
beeilen Sie sich doch!", ruft sie dem ebenfalls sehr
schlanken Mann zu, der sich durch die meterhohen Schneemassen
kämpft.
Da quietscht es plötzlich hinter Mandy und Buddy schiebt
die Tür auf.
Als alle drei hindurch geschlüpft sind, schiebt dieser
sie wieder zu.
"Zuerst müssen wir wieder die Computer hochfahren.
Nur so können wir feststellen, wie lange wir diesem Sturm
noch ausgesetzt sind."
"Alles klar.", bestätigt Mandy und ihre Finger
wandern geschickt über die Kontrollen, nachdem sie die
Handschuhe abgestreift hat. Sekunden später meldet sie:
"Computer ausgefallen. Systeme nicht betriebsfähig."
"Na toll.", knurrt Buddy. Dann fügt er hinzu:
"Kommt mit, ich habe eine Idee."
Leela ist mittlerweile
bereits mit Packen beschäftigt. Sie hat ihre Stereo-
Anlage eingeschaltet und räumt nun in aller Ruhe die
angemessene Kleidung aus ihrem Schrank. Dabei singt sie vergnügt
einen Top- Hit nach dem anderen mit. Stapel von Mänteln,
Handschuhen und Ähnlichem stapeln sich schon auf ihrem
Bett, als es an der Tür klopft. Doch Leela ist so vertieft
ins Sortieren und Singen, dass sie das Klopfen nicht hört.
"Leela?! Leela, bist du da?"
Amy hämmert nochmals an die Tür, dann bedient sie
unaufgefordert den Öffnungsmechanismus. Mit in die Hüften
gestemmten Händen bleibt sie zwischen Tür und Angel
stehen. "Hallo Leela, wie ich sehe bist du beschäftigt."
Leela sieht von ihrer Arbeit auf. "Kann ich irgend etwas
für dich tun?", fragt sie.
"Für mich nicht. Ich bin sozusagen nur der Briefträger.
Fry lässt fragen, ob du seine blaue Shorts gesehen hast."
Amy sieht ihre Freundin abwartend an, die schon im Schrank
wühlt.
Schließlich wird sie fündig. "Hier!"
Leela hält ihr die Shorts hin.
"Hab' ich gestern aus der Waschmaschine geholt."
Mit einem "Danke" verschwindet Amy wieder im Korridor
und die Zimmertür schließt sich hinter ihr. Sogleich
liefert sie die Shorts bei ihrem Besitzer ab, ehe sie sich
den eigenen Vorbereitungen widmet.
Buddy führt sie
durch einen Gang der irgendwie ins Eis gesprengt oder gegraben
worden war. Das Licht seiner Fackel wird durch die Eiswände
tausendfach gespiegelt und bietet einen Anblick wie aus einem
Traum oder einer Gruselgeschichte.
"Wo gehen wir eigentlich hin?", fragt Mandy nach
einer Weile in die Stille vereinzelt fallender Wassertropfen.
"Zum Notfallgenerator.", antwortet Buddy knapp.
Es vergehen wieder einige Minuten schweigend, als Mandy zu
Buddy aufschließt und an seiner Seite weitergeht.
"Es ist nicht mehr weit.", verspricht er ihr und
nimmt sie in den Arm. "Wir müssen bloß eine
Möglichkeit den Computer in Gang zu kriegen. Schließlich
müssen die vom Planet Express uns
ja irgendwie finden. Verstehst du?"
Mandy nickt unsicher und dreht sich nach Summerboy um dessen
drittes Auge sich zu ihr dreht, aber... "Buddy!",
schreit sie entsetzt auf. "Er ist weg!"
"Auch das noch!"
"Was machen wir jetzt?", fragt Mandy verzweifelt.
Buddy denkt nach. "Pass auf. Du gehst vor und versuchst
den Notstromgenerator einzuschalten."
"Aber..."
"Ich suche Summerboy."
Sie sieht ihn ängstlich an.
"Du schaffst das schon.", versichert er ihr und
küsst sie zärtlich. Dann reicht er ihr eine Karte.
"Ich komme nach sobald ich kann."
Sie reißt sich zusammen und verschwindet um die nächste
Ecke...
Stunden später
ist die Crew sind in perfekter Urlaubsstimmung und alle Koffer
gepackt. Zuvor haben sie alles mit dem Proffessor gesprochen
der aber daheim bleiben will besprochen. Zur Verwunderung
der Crew legte dieser gar keinen so großen Widerspruch
ein, als die ihn vom geplanten Urlaub unterrichteten.
Gerade ist Dr. Zoilberg mit dem Gepäck beschäftigt.
Er schleppt Koffer und Taschen in die Raumphäre und versucht
sie dort zu verstauen.
Fry hat alles mit der Reiseleitung besprochen. Die Ausrüstung
wie Schlitten, Hunde und Proviant haben die Veranstalter.
Die Crew muss sich nur um Hinflug, Rückflug und Klamotten
kümmern und das ist nun wirklich kein Problem...
Nochmals überprüft Fry die Checkliste. Bender wuselt
aufgeregt zwischen den Koffern und Taschen herum. Dabei singt
und pfeift er vergnügt vor sich hin.
"Endlich in den Urlaub! Endlich in den Urlaub!"
Leela muss lachen. Schließlich ruft Fry sie alle zusammen.
"Seid ihr soweit? Habt ihr alles eingepackt?" Zustimmendes
Gemurmel.
"Na, dann kann's losgehen.", verkündet er grinsend
und begibt sich ins Cockpit.
Der Rest der Crew folgen ihm. Plötzlich fällt Leela
etwas ein: "Professor haben sie,..."
Der unterbricht sie. "Ja, ich habe Kiff darüber
berichtet, dass er zwei Wochen mit einem anderen Lieferanten
zurecht kommen muss. Fliegt endlich los!", fordert der
Professor ungeduldig. Scherzhaft kopfschüttelnd setzt
sich Fry auf seinen Platz.
"Startfrequenz einleiten."
"Ist eingeleitet.", betätigt Leela.
Als der Planet Express sich in der richtigen Startlage befindet,
zündet Leela durch Knopfdruck den Raketenantrieb und
der Düsenjäger rast in die Lüfte.
Der Raumgleiter dreht eine Ehrenrunde über der City von
New New York, ehe sie in nördlicher Richtung am Horizont
verschwindet.
"Hey Bruder, wie lange dauert den unser Flug?",
fragt Bender und blickt über Fry`s
Schulter. "Bender, wir sind doch gerade erst gestartet..."
"Wir werden in ca. 8 Stunden da sein.", unterbricht
ihn Leela. "Hurmes, Amy, habt ihr Lust auf ein kleines
Kartenspiel?", ruft Bender dann nach hinten.
"Aber immer!", gibt Hurmes fröhlich zurück
und Amy schließt sich an.
"Und was machst du, Fry?", fragt Dr. Zoidberg und
schaltet das Flugzeug auf den Autopiloten. "Strategische
Diskussion mit Leela.", gibt der cool zurück.
Und so wendet sich Fry doch wieder seinen Armaturen zu.
Mandy hat es nach einigen
Versuchen geschafft, den Notgenerator in Betrieb zu setzen,
als plötzlich Schritte hört. Leise kriecht sie hinter
den riesigen Generator.
"Verflucht! Nicht mal an eine Waffe haben wir gedacht!",
schießt es ihr durch den Kopf.
Sie versucht ihren Atem zu verlangsamen und lauscht angespannt.
"Mandy? Mandy, bist du hier?"
"Buddy!" Ihr Herz hüpft auf vor Freude und
sie kriecht schnell aus ihrem Versteck und fällt ihrem
Freund in die Arme. Sie klammert sich an ihn und fragt: "Hast
du ihn gefunden?"
"Ja, er hat weiche Knie gekriegt und ist zurück
ins Hauptquartier. Er wartet dort auf uns. Übrigens,
der Computer funktioniert wieder. Das hast du gut gemacht."
"Schon gut. Lass uns jetzt gehen."
Nachdem sie eine Weile gegangen sind, fällt ihr noch
etwas ein.
"In wieviel Stunden werden die vom Planet Express hier
sein?"
"Weiß nicht genau. Das Funkgerät funktioniert
noch nicht. Ich denke in ungefähr drei Stunden frühstens."
Weiter zum 3. Kapitel
|