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Im ewigen Eis
von Andrea Kotulla

2. Reisevorbereitungen und andere Probleme


 

Währenddessen am anderen Ende der Welt, wo ein schrecklicher Schneesturm herrscht...
"Beeilen Sie sich! Kriegst du die Tür auf?"
"Ich denke schon."
Mandy ein Menschenmädchen dreht sich erneut nach Summerboy um, wie sie ihn hier alle nennen wegen seiner kalifornischen Herkunft (die sich nun wirklich niemand in dieser Eiswüste vorstellen kann), während ihr Freund Buddy versucht die elektrische Tür mit Muskeln zu bezwingen.
Er ist ein großer, kräftig gebauter, junger Mann und wirkt gegen Mandy normalerweise wie ein Riese. Doch ihr dickgefütterter Parka lässt die 24jährige um einiges gefüllter aussehen als sie wirklich ist. "Nun beeilen Sie sich doch!", ruft sie dem ebenfalls sehr schlanken Mann zu, der sich durch die meterhohen Schneemassen kämpft.
Da quietscht es plötzlich hinter Mandy und Buddy schiebt die Tür auf.
Als alle drei hindurch geschlüpft sind, schiebt dieser sie wieder zu.
"Zuerst müssen wir wieder die Computer hochfahren. Nur so können wir feststellen, wie lange wir diesem Sturm noch ausgesetzt sind."
"Alles klar.", bestätigt Mandy und ihre Finger wandern geschickt über die Kontrollen, nachdem sie die Handschuhe abgestreift hat. Sekunden später meldet sie: "Computer ausgefallen. Systeme nicht betriebsfähig."
"Na toll.", knurrt Buddy. Dann fügt er hinzu: "Kommt mit, ich habe eine Idee."

Leela ist mittlerweile bereits mit Packen beschäftigt. Sie hat ihre Stereo- Anlage eingeschaltet und räumt nun in aller Ruhe die angemessene Kleidung aus ihrem Schrank. Dabei singt sie vergnügt einen Top- Hit nach dem anderen mit. Stapel von Mänteln, Handschuhen und Ähnlichem stapeln sich schon auf ihrem Bett, als es an der Tür klopft. Doch Leela ist so vertieft ins Sortieren und Singen, dass sie das Klopfen nicht hört. "Leela?! Leela, bist du da?"
Amy hämmert nochmals an die Tür, dann bedient sie unaufgefordert den Öffnungsmechanismus. Mit in die Hüften gestemmten Händen bleibt sie zwischen Tür und Angel stehen. "Hallo Leela, wie ich sehe bist du beschäftigt."
Leela sieht von ihrer Arbeit auf. "Kann ich irgend etwas für dich tun?", fragt sie.
"Für mich nicht. Ich bin sozusagen nur der Briefträger. Fry lässt fragen, ob du seine blaue Shorts gesehen hast."
Amy sieht ihre Freundin abwartend an, die schon im Schrank wühlt.
Schließlich wird sie fündig. "Hier!" Leela hält ihr die Shorts hin.
"Hab' ich gestern aus der Waschmaschine geholt."
Mit einem "Danke" verschwindet Amy wieder im Korridor und die Zimmertür schließt sich hinter ihr. Sogleich liefert sie die Shorts bei ihrem Besitzer ab, ehe sie sich den eigenen Vorbereitungen widmet.

Buddy führt sie durch einen Gang der irgendwie ins Eis gesprengt oder gegraben worden war. Das Licht seiner Fackel wird durch die Eiswände tausendfach gespiegelt und bietet einen Anblick wie aus einem Traum oder einer Gruselgeschichte.
"Wo gehen wir eigentlich hin?", fragt Mandy nach einer Weile in die Stille vereinzelt fallender Wassertropfen.
"Zum Notfallgenerator.", antwortet Buddy knapp. Es vergehen wieder einige Minuten schweigend, als Mandy zu Buddy aufschließt und an seiner Seite weitergeht.
"Es ist nicht mehr weit.", verspricht er ihr und nimmt sie in den Arm. "Wir müssen bloß eine Möglichkeit den Computer in Gang zu kriegen. Schließlich müssen die vom Planet Express uns
ja irgendwie finden. Verstehst du?"
Mandy nickt unsicher und dreht sich nach Summerboy um dessen drittes Auge sich zu ihr dreht, aber... "Buddy!", schreit sie entsetzt auf. "Er ist weg!"
"Auch das noch!"
"Was machen wir jetzt?", fragt Mandy verzweifelt.
Buddy denkt nach. "Pass auf. Du gehst vor und versuchst den Notstromgenerator einzuschalten."

"Aber..."
"Ich suche Summerboy."
Sie sieht ihn ängstlich an.
"Du schaffst das schon.", versichert er ihr und küsst sie zärtlich. Dann reicht er ihr eine Karte. "Ich komme nach sobald ich kann."
Sie reißt sich zusammen und verschwindet um die nächste Ecke...

Stunden später ist die Crew sind in perfekter Urlaubsstimmung und alle Koffer gepackt. Zuvor haben sie alles mit dem Proffessor gesprochen der aber daheim bleiben will besprochen. Zur Verwunderung der Crew legte dieser gar keinen so großen Widerspruch ein, als die ihn vom geplanten Urlaub unterrichteten.
Gerade ist Dr. Zoilberg mit dem Gepäck beschäftigt. Er schleppt Koffer und Taschen in die Raumphäre und versucht sie dort zu verstauen.
Fry hat alles mit der Reiseleitung besprochen. Die Ausrüstung wie Schlitten, Hunde und Proviant haben die Veranstalter. Die Crew muss sich nur um Hinflug, Rückflug und Klamotten kümmern und das ist nun wirklich kein Problem...
Nochmals überprüft Fry die Checkliste. Bender wuselt aufgeregt zwischen den Koffern und Taschen herum. Dabei singt und pfeift er vergnügt vor sich hin.
"Endlich in den Urlaub! Endlich in den Urlaub!"
Leela muss lachen. Schließlich ruft Fry sie alle zusammen.
"Seid ihr soweit? Habt ihr alles eingepackt?" Zustimmendes Gemurmel.
"Na, dann kann's losgehen.", verkündet er grinsend und begibt sich ins Cockpit.
Der Rest der Crew folgen ihm. Plötzlich fällt Leela etwas ein: "Professor haben sie,..."
Der unterbricht sie. "Ja, ich habe Kiff darüber berichtet, dass er zwei Wochen mit einem anderen Lieferanten zurecht kommen muss. Fliegt endlich los!", fordert der Professor ungeduldig. Scherzhaft kopfschüttelnd setzt sich Fry auf seinen Platz.
"Startfrequenz einleiten."
"Ist eingeleitet.", betätigt Leela.
Als der Planet Express sich in der richtigen Startlage befindet, zündet Leela durch Knopfdruck den Raketenantrieb und der Düsenjäger rast in die Lüfte.
Der Raumgleiter dreht eine Ehrenrunde über der City von New New York, ehe sie in nördlicher Richtung am Horizont verschwindet.
"Hey Bruder, wie lange dauert den unser Flug?", fragt Bender und blickt über Fry`s
Schulter. "Bender, wir sind doch gerade erst gestartet..."
"Wir werden in ca. 8 Stunden da sein.", unterbricht ihn Leela. "Hurmes, Amy, habt ihr Lust auf ein kleines Kartenspiel?", ruft Bender dann nach hinten.
"Aber immer!", gibt Hurmes fröhlich zurück und Amy schließt sich an.
"Und was machst du, Fry?", fragt Dr. Zoidberg und schaltet das Flugzeug auf den Autopiloten. "Strategische Diskussion mit Leela.", gibt der cool zurück.
Und so wendet sich Fry doch wieder seinen Armaturen zu.

Mandy hat es nach einigen Versuchen geschafft, den Notgenerator in Betrieb zu setzen, als plötzlich Schritte hört. Leise kriecht sie hinter den riesigen Generator.
"Verflucht! Nicht mal an eine Waffe haben wir gedacht!", schießt es ihr durch den Kopf.
Sie versucht ihren Atem zu verlangsamen und lauscht angespannt.
"Mandy? Mandy, bist du hier?"
"Buddy!" Ihr Herz hüpft auf vor Freude und sie kriecht schnell aus ihrem Versteck und fällt ihrem Freund in die Arme. Sie klammert sich an ihn und fragt: "Hast du ihn gefunden?"
"Ja, er hat weiche Knie gekriegt und ist zurück ins Hauptquartier. Er wartet dort auf uns. Übrigens, der Computer funktioniert wieder. Das hast du gut gemacht."
"Schon gut. Lass uns jetzt gehen."
Nachdem sie eine Weile gegangen sind, fällt ihr noch etwas ein.
"In wieviel Stunden werden die vom Planet Express hier sein?"
"Weiß nicht genau. Das Funkgerät funktioniert noch nicht. Ich denke in ungefähr drei Stunden frühstens."




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