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Stunden später schreckt Amy der hoch.
Fröstelnd verschränkt sie die Arme und richtet sich
auf. Überrascht rückt sie ein Stück von Hermes
weg und schiebt Zoidberg`s Kopf von ihrem Schoß auf
eine der Decken.
Dieser schläft ungestört weiter.
Da fällt ihr ein, was sie geweckt hat und sie lauscht
angespannt.
Stille. Was soll das? Ich weiß das ich etwas gehört
habe.
Wieder wird sie von einem Platsch!' aufgeschreckt. Wachsam
springt sie auf die Füße und tastet nach einer
Taschenlampe.
Verdammt kalt ist es geworden!
Die übrigen lassen sich durch ihr stummes Fluchen nicht
stören.
Doch Amy ist gar nicht wohl zumute. Wieder huscht ihr Blick
über das tiefschlafende
Team. Leela liegt noch immer in Fry's Armen und auch die anderen
Drei haben
sich jetzt zusammengekuschelt.
Ihnen scheint ebenfalls die Kälte nicht entgangen zu
sein, denkt Amy bei sich und
leuchtet vorsichtig die Wasseroberfläche mit der Taschenlampe
ab.
Zu viel Akte X gekuckt.. Nur keine Angst.
Trotz innerer Mutzusprüche spürt sie ihren Herzschlag
bis zum Hals und überlegt sich,
ob sie vor Angst zittert oder vor Kälte.
Wieder lässt sie den Schein der Lampe übers Wasser
wandern.
Doch es bleibt still und der Schein der Lampe wird von kleinen
Wellen zurückgeworfen.
Die Toptechnikerin senkt die angespannten Schultern einen
Moment und seufzt, als
urplötzlich etwas ihre Schulter berührt.
Mit einem überraschten Aufschrei fährt Amy herum,
doch dann erkennt sie Hermes.
Sie schüttelt den Kopf über sich selbst.
"Musst du mich so erschrecken?", wispert sie angespannt,
aber froh, dass die anderen
sich nicht aufschrecken haben lassen.
Der klopft ihr beruhigend auf die Schulter und wirft ebenfalls
einen Blick auf
das dunkle Wasser. "Was ist denn los?", murmelt
er.
"Ich hab' etwas im Wasser gehört." Misstrauisch
blickt sie in Richtung der Seeufers.
Und zuckt heftig zusammen. Hermes erstarrt ebenfalls mit Blick
zum Wasser.
Oh Gott. Beide scheinen den gleichen Gedanken zu haben und
sehen sich an.
Ja, sie träumen nicht. Vor ihnen erhellt sich der See
in einem grellen Schein und
merkwürdig aussehenden Schatten steigen aus den Tiefen
auf.
Amy weicht wie gelähmt vor Schreck ein paar Schritte
zurück.
"FRY! LEELA! BENDER! DR. ZOIDBERG!"
Die übrigen werden von ihrem Geschrei je aus dem Schlaf
gerissen.
Leela ist sofort hellwach und greift nach einem Stock.
Man soll niemals ohne Waffe aus dem Haus gehen.
Den Anderen geht es genauso. Auch sie stehen völlig wehrlos
dem Unbekannten entgegen.
"In welchem schlechten Sciencefiction-Film sind wir denn
hier gelandet?", fragt Bender
und rückt dicht mit Fry zusammen.
Die Crew drängt sich eng nebeneinander, nach der Devise
>Gemeinsam sind wir stark.<
Die Gruppe gibt ihnen Sicherheit und die anfängliche
Angst wird durch Mut und starken Verteidigungswillen verdrängt.
Fry und Leela halten im Vordergrund Stellung, während
Bender, Hermes und Amy
die Flanken der dichtgedrängten Gruppe sichern. Zoidberg
hält den Hintergrund frei.
Rücken an Rücken formatiert sich die Crew zu einer
Kreisformation, als die alienartigen Schatten aus dem Wasser
auf sie zukommen.
"Was wollt ihr von uns?", ruft Bender den unheimlichen
Gestalten zu.
Als er keine Antwort bekommt, schnappt er sich spontan einen
Stein und schleudert ihn auf die Unbekannten. Die lassen sich
allerdings nicht davon beeindrucken.
Als Erwiderung schießt ein leuchtengrüner Energiestrahl
auf die kleine Gruppe zu.
"AUSEINANDER!", brüllt Fry und rettet sich
und Leela mit einem Hechtsprung
aus der Schußlinie. Auch Amy und Zoidberg gelingt es
dem Strahl zu entkommen.
Bender springt und landet mit einem Schmerzensschrei auf der
verletzten Hand:"Ohh ich muß das mal reparieren
lassen," meckert er mit sich selber. Hermes zerrt ihn
aus dem Gefahrenbereich.
Doch nun haben es die unheimlichen Schatten leichter, denn
das Team ist in drei Teile
zersplittert. Im Dauerfeuer jagen sie die Crew mit ungewöhnlicher,
fast gleichgültiger Ruhe
von einer Deckung bis zur nächsten.
Hinter einem Felsen gönnt sich Bender eine Verschnaufspause
und umklammert mit zusammengebissenen Zähnen die verletzte
Hand. Da leuchtet erneut ein grüner Blitz auf und Hermes
schubst ihn weiter.
Den anderen ergeht es ähnlich.
Fry ist von der Ausweicherei völlig außer Atem.
Keuchend sucht er nach einer
Lösung, um gegen ihre Angreifer vorzugehen.
Ohne ihre wachsam wandernden Blicke zu unterbrechen, klopft
Leela ihm auf die Schulter.
Instinktiv wirft er sich plötzlich zu Boden, doch für
Leela ist es zu spät.
Sie wird von den leuchtenden Strahlen eingehüllt.
"LEELA! NEIN!"
Doch Fry kann ihr trotz aller Verzweiflung nicht helfen. Wieder
muss er sich zur
Seite werfen und landet auf einer Metallstange.
Der Pizzajunge hat genug. Als auch Bender von den leuchtenden
Fesseln erfasst
wird, geht er in die Offensive und greift an.
Bewaffnet mit der Eisenstange geht er auf die merkwürdigen
Wesen los.
Allerdings ohne großen Erfolg. Auch er wird von den
Strahlen erfasst.
Keuchend windet er sich in den Fesseln. Mein Gott, wie in
einer Schrottpresse.
Immer fester schnüren die Strahlen sich um seinen Körper.
Fry gibt auf und
schnappt nach Luft. "Rückzug, Leute! Kümmert
euch nicht um uns!", ruft er Hermes, Amy und Zoidberg
zu. Zuerst zögern diese, doch dann erkennen sie die Ausichtslosigkeit
der Lage und ziehen sich zurück.
Glücklicherweise geben sich die Aliens mit ihren drei
Gefangenen zufrieden und verzichten darauf den Rest des Teams
zu jagen.
Noch immer fällt Fry das Atmen in den Fesseln schwer,
besorgt suchen seine
Augen Leela`s Blick. Die hat ebenfalls jeglichen Widerstand
eingestellt und erwidert
seine stumme Frage mit einem festen Blick. Soweit alles in
Ordnung.
Er gibt sich damit zufrieden. Was sollte er auch tun?
Bender dagegen sieht gar nicht so gut aus. Fry`s Freund scheint
kaum
noch bei Bewusstsein zu sein. Er hängt leblos in den
fesselnden Strahlen.
Die Entführer beschließen ebenfalls stumm den Rückzug.
Die Drei schweben in ihren Fesseln auf das Wasser zu.
Immer näher kommen sie dem gleißenden Licht und
Fry kneift die Augen zusammen.
Es kann nur ein Albtraum sein. Doch irgendwie ist er sicher,
dass es leider doch die
Wirklichkeit ist. Bender hebt schwach den Kopf und Leela unterdrückt
ein Zittern.
Alle Drei schließen wegen der Helligkeit die Augen in
Erwartung sie nie wieder zu öffnen.
Inzwischen kriechen Amy und die anderen Beiden
aus ihren Verstecken hervor.
"Seid ihr alle in Ordnung?", fragt Hermes und mustert
Amy und Zoidberg aufmerksam.
Die Beiden nicken und das Erdenmädchen erwidert: "Nur
ein paar Kratzer."
Sie reibt sich gedankenverloren die zerschundenen Arme.
"Was machen wir jetzt?", fragt sie und blickt die
beiden Jungs ratlos an.
Zoidberg zuckt ebenso ratlos mit den Schultern und Hermes
schweigt.
"Zuerst einmal müssen wir uns auf einen weiteren
Angriff vorbereiten. Dann müssen wir uns einen Plan ausdenken,
um Fry, Leela und Bender zu befreien.", überlegt
Amy dann laut. Da Hermes und Zoidberg keinen besseren Vorschlag
haben, packen sie das Lager zusammen und machen sich auf den,
wegen des vielen Gepäcks beschwerlichen Weg zum Zeltplatz.
Das Seeufer, welches zum Verhängnis für ihre Teamkameraden
war, liegt jetzt wieder
friedlich und ruhig vor ihnen, als wäre nichts geschehen.
Über den Hügeln dämmert es schon und erste
Sonnenstrahlen vertreiben die Nacht.
Amy wendet sich von der idyllischen Landschaft ab und schüttelt
mit dem Kopf.
Niemand würde glauben, dass so etwas wie heute Nacht
hier geschehen sein könnte.
Niemals würde man in einer solchen Umgebung etwas derartig
Schlechtes erwarten wie diese Wesen.
Hermes legt kurz einen Arm um sie, ehe er sich das Meiste
vom Gepäck aufläd und
losmarschiert. Amy und Zoidberg folgen ihm.
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